Das teuerste Dokument Ihrer Firma ist das, das nie geschrieben wird.
Wenn ein Mitarbeiter nach 25 Jahren geht, verlieren Sie nicht eine Arbeitskraft, sondern die Antworten: Warum steht die Maschine, und woher wusste er in zehn Minuten, woran es lag? Welcher Lieferant liefert wirklich, wenn es brennt? Welcher Handgriff steht in keiner Anweisung, weil ihn nie jemand aufgeschrieben hat?
Der Plan ist meistens derselbe: Der Kollege schreibt vor dem Abschied noch ein Übergabe-Dokument. Aus Erfahrung wird daraus eine Stichwortliste, die drei Monate später niemand mehr versteht. Ein Dokument beantwortet keine Rückfragen. Und genau aus Rückfragen besteht der Ernstfall.
- bleibt eine Fachkraft-Stelle im Schnitt unbesetzt
- Bundesagentur für Arbeit, 2024/25
- der offenen Fachkräfte-Stellen im Mittelstand ist rechnerisch nicht mehr besetzbar
- KOFA/IW
- Boomer-Erwerbstätige erreichen bis 2036 das Rentenalter; die nachrückenden Jahrgänge schließen die Lücke nicht
- IW Köln / Destatis
Diese Zahlen beschreiben nur, wie lange die Stelle leer bleibt. Teurer ist, was in dieser Zeit passiert: Die Frage, die früher zehn Minuten gedauert hat, wird zum halben Tag Stillstand. Der Fehler, aus dem Ihr Experte vor Jahren gelernt hat, wird noch einmal gemacht, diesmal auf Ihre Kosten. Und der Lieferant, der nur ihm zuliebe übers Wochenende liefert, kennt den Nachfolger nicht. Selbst wenn Sie rechtzeitig jemanden finden: Er übernimmt die Stelle, nicht die 25 Jahre. Genau die sichern wir, bevor sie gehen.