KI-Workflows für den Mittelstand: Wo anfangen, wenn alles wichtig klingt?
Die meisten Unternehmen wissen, dass KI helfen könnte. Aber wo genau? Dieser Artikel zeigt, wie Sie in drei Schritten die richtigen Prozesse identifizieren – ohne Technikvorwissen.
Die häufigste Frage, die wir hören, ist nicht „Können wir KI nutzen?" – sondern „Wo fangen wir an?"
Das ist eine gute Frage. Und sie verrät bereits mehr, als die meisten Unternehmen denken.
Das eigentliche Problem ist nicht die Technologie
Wer fragt, wo er anfangen soll, hat in der Regel keinen Mangel an Ideen. Er hat einen Mangel an Struktur.
Die meisten KI-Beratungsansätze zeigen, was möglich ist. Chatbots, KI-Workflows, Prognosemodelle. Das klingt gut. Aber es beantwortet nicht die entscheidende Frage: Was rechnet sich bei Ihnen?
Ein Hinweis schon an dieser Stelle: KI auf einen ungeordneten Prozess zu setzen, beschleunigt das Chaos – es löst es nicht. Der erste Schritt ist deshalb immer Klarheit über den Prozess, nicht die Wahl der Technologie.
Dafür braucht es keinen Technologen. Dafür braucht es jemanden, der Ihre Prozesse versteht.
Drei Schritte zur richtigen Priorisierung
1. Wiederkehrendes sichtbar machen
Der erste Schritt ist einfach: Schauen Sie sich eine typische Arbeitswoche an. Nicht die Ausnahmen, sondern das Normale. Welche Aufgaben wiederholen sich täglich oder wöchentlich?
Klassische Kandidaten sind:
- Manuelle Datenpflege zwischen Systemen
- Standardantworten auf wiederkehrende E-Mails
- Berichte zusammenführen, die immer aus denselben Quellen kommen
- Angebote erstellen nach immer ähnlichem Schema
Schreiben Sie diese Liste. Ohne Wertung. Nur beobachten.
2. Stunden schätzen, nicht träumen
Für jeden Punkt auf der Liste: Wie viele Stunden pro Woche kostet das Ihr Team? Zusammengerechnet.
Nicht präzise auf die Minute – eine ehrliche Schätzung reicht. Ein Prozess, der drei Mitarbeiter je zwei Stunden pro Woche kostet, ist sechs Stunden pro Woche. Bei 48 Arbeitswochen sind das 288 Stunden pro Jahr. Bei einem durchschnittlichen Stundensatz von 40 Euro: fast 12.000 Euro – nur für einen Prozess.
Das ist kein Ausnahmefall. Erfahrungsgemäß steckt in einem 20-Personen-Unternehmen mehr Zeit in solchen Aufgaben, als die Geschäftsführung auf dem Radar hat – oft das Äquivalent von zwei bis drei Vollzeitstellen.
Wenn Sie diese Rechnung für fünf Prozesse durchführen, sehen Sie plötzlich sehr klar, wo KI sich rechnet.
3. Umsetzbarkeit einschätzen
Nicht jeder Prozess ist gleich gut für KI geeignet. Die wichtigsten Fragen:
- Ist der Prozess regelbasiert oder stark situationsabhängig?
- Gibt es eine klare Definition, wann das Ergebnis „gut" ist?
- Lassen sich die nötigen Daten zugänglich machen?
Prozesse, die klar definiert, datenbasiert und wiederholend sind, eignen sich am besten. Prozesse, die viel Erfahrungsurteil erfordern, werden komplexer – und teurer.
Was das mit Ihrem Unternehmen zu tun hat
Der Mittelstand unterscheidet sich vom Konzern nicht darin, dass weniger Potenzial vorhanden wäre. Er unterscheidet sich darin, dass weniger Kapazität für die Analyse vorhanden ist.
Genau das ist unser Ansatz: Wir bringen die Struktur mit. Sie bringen das Wissen über Ihr Unternehmen. Zusammen finden wir in 48 Stunden die fünf Stellen, an denen KI den größten Unterschied macht – ohne Experimente, ohne unnötigen Aufwand.
Der nächste Schritt: Unser KI-Schnellcheck (1.500 €, 1 Woche) zeigt Ihnen konkret, welche drei Prozesse in Ihrem Unternehmen den schnellsten ROI bringen. Kein Konzept, keine Präsentation mit Buzzwords – nur eine ehrliche Einschätzung mit Ihren Zahlen.
Marc Thiel
Co-Founder · Finance & Business Design
Co-Founder von HanseImpact. 20+ Jahre Erfahrung in Finance, Transformation und Prozessdesign. Stationen bei Volkswagen Financial Services und Signal Iduna. Berät DACH-Mittelstand zu KI-Workflows und Automatisierung.
LinkedIn →NEWSLETTER
Mehr davon? Direkt ins Postfach.
Neue Artikel zu KI-Workflows, Prozessen und Praxiserfahrungen. Einmal pro Woche. Kein Pitch.
Klingt relevant für Ihr Unternehmen?
Sprechen wir. 30 Minuten, unverbindlich.