Zum Inhalt springen
Zurück zum Katalog

Wie regeln wir verbindlich, wer KI wofür nutzen darf?

Im eigenen BetriebRegeln und Nachweise

Der Lösungsweg

Die kurze Antwort: Eine kurze, verständliche Richtlinie legt fest, welche KI-Werkzeuge erlaubt sind, welche Daten nicht hineingehören und wer bei Zweifeln entscheidet. Sie wird erklärt, nicht nur verschickt.

In vielen Unternehmen nutzt jeder, was er findet. Kundendaten landen in frei verfügbaren Werkzeugen, und wer fragt, was erlaubt ist, bekommt keine klare Antwort. Das Risiko entsteht dabei selten aus böser Absicht, sondern aus fehlenden Regeln. Eine Richtlinie schafft diese Regeln, kurz genug, dass sie gelesen wird, und konkret genug, dass niemand raten muss.

Inhaltlich braucht sie wenig: welche Werkzeuge erlaubt sind und über welche Konten, welche Daten nie hineingehören, wann KI-erzeugte Inhalte gekennzeichnet werden und an wen man sich bei Zweifeln wendet. Die Kennzeichnung ist dabei mehr als Höflichkeit. Seit dem 02.08.2026 gelten die Transparenzpflichten aus Art. 50 der KI-Verordnung, etwa für Systeme, die direkt mit Menschen sprechen, und für realistische KI-erzeugte Abbilder echter Personen.

Wir arbeiten selbst nach einer solchen Richtlinie. Sie passt auf wenige Seiten, teilt jedes Werkzeug in eine von drei Stufen ein, von „frei für Arbeitsdaten“ bis „gesperrt“, und nennt eine Ansprechperson für Zweifelsfälle. Diese Fassung bringen wir als Vorlage mit, damit Sie nicht bei null anfangen.

Eine Richtlinie, die erklärt und nicht nur verschickt wird, ist zugleich eine der Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen die KI-Kompetenz seiner Mitarbeiter unterstützt, wie es Art. 4 der KI-Verordnung seit dem 27.07.2026 verlangt. Hält man fest, wer wann eingewiesen wurde, wird sie Teil des Nachweises. Die Aussagen zur Rechtslage auf dieser Seite geben den genannten Stand wieder und ersetzen keine Prüfung im Einzelfall.

Woran Sie es merken

  • Jeder nutzt, was er findet.
  • Kundendaten landen in frei verfügbaren Werkzeugen.
  • Mitarbeiter fragen, was erlaubt ist, und bekommen keine klare Antwort.

So läuft es ab

  1. 1.Zuerst wird erhoben, welche Werkzeuge im Haus schon genutzt werden, auch über private Konten.
  2. 2.Geschäftsführung, Datenschutz und, wo vorhanden, Betriebsrat legen gemeinsam die Eckpunkte fest.
  3. 3.Die Richtlinie regelt auf wenigen Seiten erlaubte Werkzeuge, Umgang mit Daten, Kennzeichnung und Ansprechpartner.
  4. 4.Sie wird in den Teams erklärt, mit Beispielen aus dem eigenen Alltag.
  5. 5.Neue Werkzeuge und offene Fragen führen zu regelmäßigen Anpassungen.

Sie erkennen Ihre Lage wieder? Dann sprechen wir darüber, wie dieser Weg bei Ihnen aussähe.

Erstgespräch buchen (30 Min.)

Wirkung im KI-Kompass

Worauf dieser Lösungsweg einzahlt

ImpulsMenschenProzesseAusrichtungComplianceTechnologie
  • IImpuls & Leadershipmittel
  • MMenschen & Kulturmittel
  • PProzesse & Operationsgering
  • AAusrichtung & Strategiemittel
  • CCompliance & Governancestark
  • TTechnologie & Datengering

Einschätzung von HanseImpact. Die Fläche beschreibt den Lösungsweg, nicht Ihr Unternehmen. Wie weit Ihre eigenen Bereiche auseinanderliegen, zeigt das KI Impact Audit.

Was es voraussetzt

Daten und Zugänge

Eine Übersicht der genutzten Werkzeuge und der Datenarten, mit denen die Abteilungen arbeiten.

Im Unternehmen

Beteiligung von Datenschutz und, wo vorhanden, Betriebsrat, dazu eine benannte Ansprechperson für Zweifelsfälle.

Ihre Umgebung

Dieser Weg hängt nicht an bestimmten Systemen. Er funktioniert mit Microsoft 365, Google Workspace oder eigenen Servern gleichermaßen.

Wann dieser Weg nicht passt

Wer noch gar nicht weiß, ob und wofür KI im Haus genutzt werden soll, klärt das besser zuerst in der Führungsrunde, sonst regelt die Richtlinie etwas, das niemand entschieden hat. Und eine Richtlinie allein ersetzt kein freigegebenes Werkzeug, mit dem die Leute arbeiten können.

Aus der Praxis

Woran es typischerweise hakt

Eine Richtlinie, die alles verbietet, wird umgangen. Die Leute nutzen die Werkzeuge dann privat, und das Risiko ist größer als vorher.

Wo es einen Betriebsrat gibt, gehört er an den Anfang, nicht ans Ende.

Passt dieser Weg zu Ihnen?

In einem ersten Gespräch klären wir, ob die Voraussetzungen bei Ihnen gegeben sind und was zuerst passieren müsste.

30 Minuten, kostenlos. Für Unternehmen ab 50 Mitarbeitenden.

Erstgespräch buchen (30 Min.)