Wie setzen wir KI ein, ohne beim Datenschutz ein Risiko einzugehen?
Der Lösungsweg
Die kurze Antwort: Für jedes KI-Werkzeug wird geklärt, wo die Daten verarbeitet werden, welche Verträge nötig sind und welche Daten gar nicht hineingehören. Für besonders schutzbedürftige Daten gibt es Sprachmodelle auf eigener Hardware.
Ob ein KI-Werkzeug beim Datenschutz trägt, entscheidet sich an drei Fragen. Wo werden die Daten verarbeitet? Nutzt der Anbieter die Eingaben zum Training? Und gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, wenn der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Unternehmens verarbeitet? Die Antworten unterscheiden sich nicht nur zwischen Anbietern, sondern oft auch zwischen den Tarifen desselben Anbieters, etwa zwischen privaten und gewerblichen Konten.
Der Weg beantwortet diese Fragen je Werkzeug und Einsatzzweck und hält das Ergebnis fest. Wo die Antworten nicht genügen, gibt es zwei Auswege: ein anderes Werkzeug mit passenden Bedingungen oder ein Sprachmodell auf eigener Hardware, bei dem die Daten das Haus nicht verlassen. Welche Daten in kein Werkzeug gehören, wird ausdrücklich festgelegt, statt es dem Einzelnen zu überlassen.
Im eigenen Betrieb führen wir für jeden Dienst Datenregion und Vertragsstatus in einem Register. Wo der Vertrag zur Auftragsverarbeitung noch nicht vorliegt, steht das dort ausdrücklich als offen und wird nachgehalten, statt stillschweigend als erledigt zu gelten. Das Register ist kein einmaliges Dokument: Anbieter ändern Bedingungen, und wer das nicht verfolgt, arbeitet nach einem Jahr mit einem veralteten Stand. Die Aussagen zur Rechtslage auf dieser Seite geben den genannten Stand wieder und ersetzen keine Prüfung im Einzelfall.
Woran Sie es merken
- Unklar ist, ob das Werkzeug Daten zum Training nutzt.
- Es gibt keinen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
- Der Datenschutzbeauftragte wurde nicht gefragt.
So läuft es ab
- 1.Je Werkzeug und Einsatzzweck wird erfasst, welche Datenarten verarbeitet werden.
- 2.Geprüft wird, wo die Daten liegen, ob der Anbieter sie zum Training nutzt und ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung vorliegt.
- 3.Die nötigen Einstellungen zu Datenstandort und Training werden bewusst gesetzt und dokumentiert.
- 4.Für Daten, die nicht in eine Cloud gehören, wird ein Weg auf eigener Hardware oder ein klares Verbot festgelegt.
- 5.Der Datenschutzbeauftragte prüft das Ergebnis, neue Werkzeuge laufen künftig durch denselben Ablauf.
Sie erkennen Ihre Lage wieder? Dann sprechen wir darüber, wie dieser Weg bei Ihnen aussähe.
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Worauf dieser Lösungsweg einzahlt
- IImpuls & Leadershipgering
- MMenschen & Kulturgering
- PProzesse & Operationsgering
- AAusrichtung & Strategiegering
- CCompliance & Governancestark
- TTechnologie & Datenmittel
Einschätzung von HanseImpact. Die Fläche beschreibt den Lösungsweg, nicht Ihr Unternehmen. Wie weit Ihre eigenen Bereiche auseinanderliegen, zeigt das KI Impact Audit.
Was es voraussetzt
Daten und Zugänge
Eine Liste der Werkzeuge, der verarbeiteten Datenarten und der vorhandenen Verträge mit den Anbietern.
Im Unternehmen
Die Einbindung des Datenschutzbeauftragten und eine Regel, dass neue Werkzeuge vor dem Einsatz geprüft werden.
Ihre Umgebung
Ob Microsoft 365, Google Workspace oder eigene Server: Jede Umgebung hat eigene Einstellungen zu Datenstandort und Training, die bewusst gesetzt werden müssen.
Wann dieser Weg nicht passt
Wer KI ausschließlich mit öffentlich verfügbaren Informationen und ohne personenbezogene Daten nutzt, hat deutlich weniger zu klären. Und dieser Weg ersetzt nicht die Prüfung durch den eigenen Datenschutzbeauftragten, er bereitet sie vor.
Aus der Praxis
Woran es typischerweise hakt
Die meisten Risiken entstehen nicht im Projekt, sondern bei Werkzeugen, die Mitarbeiter auf eigene Faust nutzen.
Lokale Modelle lösen die Datenschutzfrage, schaffen aber eine Betriebsfrage. Jemand muss sie pflegen.
Zum Weiterlesen
Wie wir dabei unterstützen
Unsere Bausteine → KI Impact Audit, KI-Analyse und KI-Umsetzung im Überblick.
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Aktualisiert am 17. Oktober 2026 · Rechtsstand 17. Oktober 2026: Art. 28 VO (EU) 2016/679 (DSGVO). Keine Rechtsberatung.
Passt dieser Weg zu Ihnen?
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